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Äthiopien im Original

Genuss per Hand Der Weg von der Lorenzkirche Richtung Osten ist mit Imbiss-Lokalen gepflastert, Restaurants sind Mangelware. Jenseits des Rings, in der Marienstraße, wird es kulinarisch noch trister. Doch nun gibt es einen Lichtblick: Versteckt zwischen Bankfilialen und Versicherungen findet sich am Willy-Brandt-Platz das «Shashamane», eine äthiopische Oase in der Ödnis, ein Stück Afrika in Nürnberg.

Shashamane ist eine Kleinstadt in Äthiopien. Sie wurde eine der Wiegen der Rastafari-Bewegung, weil der äthiopische Kaiser Haile Selassi, der gute Beziehungen zu Jamaika pflegte, in seiner Regierungszeit (1930 bis 1974) Jamaikaner zur Ansiedlung in Shashamane ermunterte. Mit ihnen kam der Reggae nach Äthiopien, und «Shashamane»-Wirt Endale Mekuria, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt, nahm den Reggae mit in sein Lokal, das im September ins Zentrum umgezogen ist.

Die Rhythmen und der freundliche Service machen es dem Gast leicht, zuzugreifen - was durchaus wörtlich gemeint ist. Besteck ist in der äthiopischen Küche verpönt. Man isst mit den Fingern, genauer: Zu jedem Essen wird Inschera gereicht, ein weiches, säuerliches Fladenbrot. Man reißt ein Stück ab und greift damit ins Essvergnügen: in Hähnchen-, Lamm- oder Rindfleischgerichte, die am besten mit ihren würzigen Soßen schmecken, oder in pikant zubereitete Kichererbsen, Linsen oder Bohnen.

Ob mit Fleisch (ab 7 Euro) oder vegetarisch (ab 4 Euro), traditionell ist immer äthiopischer Frischkäse dabei. Wer will, kann äthiopisches Bier trinken, was allerdings nichts für Gäste ist, die es gern herb mögen.

Zum Kennenlernen nehmen wir als Vorspeise Frischkäse mit Kohl und Sambusa, die gefüllten, frittierten Teigtaschen, dann einen der Mixteller, eine Kombination verschiedener Fleisch- und Gemüsegerichte. Sie kosten 7,30 Euro für eine Person bis zu 33,70 Euro für vier Personen, in der vegetarischen Variante zwischen 6,50 und 25,70 Euro.

Der Äthiopier, der mit uns isst, versichert, dass alles so zubereitet sei, wie er es von zu Hause kennt. Mit einer Ausnahme vielleicht: Die Gerichte im «Shashamane» sind nicht ganz so scharf wie im Original. Doch wer es würziger haben will, bekommt gerne das typische Gewürz «Mitmita» dazu. Für eilige Mittagsgäste serviert Mekuria zwischen 11.30 und 14.30 Uhr kleine Gerichte (zwischen 3,90 und 5,90 Euro).

Äthiopier, sagt der Insider, trinken nach dem Essen gerne einen Whisky. Es darf auch etwas anderes Hochprozentiges sein. Kein Problem: Das «Shashamane» ist zugleich eine Cocktailbar - die sich auch schon mal in einen Ort der äthiopischen Kaffee-Zeremonie verwandelt. Für Gruppen ab zehn Personen zelebriert Endale Mekuria das Rösten und das Zubereiten des Getränks, wie es in seiner Heimat Tradition ist.

Herbert Fuehr 04.11.2008

Quelle: Nürnberger Nachrichten